Kyusho

Kyūsho Jutsu bezeichnet das Wissen um die vitalen Punkte des menschlichen Körpers und ihre Anwendung in den Kampfkünsten. Kyūsho Jutsu ist kein eigenständiges Kampfsystem, sondern ein auf den Erkenntnissen und Prinzipien der Akupunktur und deren Brückenschlag zur westlichen Neurologie basierende Kunst.
Im Kyūsho Jutsu werden durch die Manipulation bestimmter Körperpunkte die energetischen und neurologischen Vorgänge des menschlichen Körpers beeinflusst.
Durch diese Manipulation werden Beeinträchtigungen des Körpers hervorgerufen. Dadurch können Schmerzen, Gleichgewichtsstörungen und sogar ein Kraftverlust bis hin zum Verlust des Bewusstseins ausgelöst werden.
Natürlich besteht die Möglichkeit mit dem erworbenen Wissen auch die Linderung verschiedener Beschwerden. Das lindern akuter Kopfschmerzen oder auch das Lösen von muskulären Blockaden, ist durch das erworbene Wissen möglich.
Der „Okuden Circle“, unter Leitung von Master Benjamin Cem Gencoglu, hat einen weltweit einheitlichen Standard um das Wissen um Kyusho Jutsu entwickelt.
Eines der obersten Prinzipien des „Okuden Circle“ ist die Lehre des Heilens. Schäden die man durch die Anwendung anrichten könnte soll man auch wieder rückgängig machen oder eben heilen können.
Der Name Kyūsho Jutsu kommt aus dem japanischen und bedeutet wörtlich „Die Kunst der Vitalpunkte“. Auch in den nichtjapanischen Kampfkünsten ist das Wissen um die vitalen Punkte meist vorhanden.
In Deutschland sind sie unter den Namen Dim Mak (chinesische Stile) und Kupso Sul oder Hyol Do Bop (koreanische Stile) sowie Marma-Adi bzw. Varma Kalai (Indien) bekannt geworden.
Leider ist durch die Versportlichung der Kampfkünste dieses Wissen fast verloren gegangen. Einzelne Punkte sind eventuell noch bekannt, die Anwendung in ihrer Gesamtheit wird jedoch kaum noch unterrichtet.
Aufgrund der hohen Anpassungsfähigkeit und breiten Anwendbarkeit des Kyūsho Jutsu ist eine Integration, in praktisch jeden bekannten Stil oder in jedes Selbstverteidingungssystem, möglich.